UPDATE vom 23.11.2010: Heute habe die Information erhalten dass das Interessenbekundungsverfahren Providern nun vorliegt.

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Da bei den Anbietern aber bis Dato keine Ausschreibung bzw, keine Anfrage über NIBV (Nicht förmliche Interessenbekundensverfahren) eingegangen ist, war mein nächster Ansprechpartner die eGo-Saar um dort ggf. einen Status dieser Sache zu erfragen. Die ego-Saar versteht steht beim Thema Breitbandausbau den Städten und Gemeinden beratend zur Seite und versucht diesen auch über eine Förderung der GAK, (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“) unter Genehmigung des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft, finanziel zu unterstützen. Auf Grund des in der Mosella beschrieben Ablaufes, der dem des Förderprogramm der GAK gleich kommt, war zu vermuten, dass die eGo-Saar der Gemeinde Perl hier auch behilflich ist.

Wie richtig vermutet unterstützt die eGo-Saar die Gemeinde auch bei Ihrem Vorhaben, die weißen Flecken beim Ausbau zu schließen. Die Bedarfserhebung die Anfang 2010 von der Gemeinde gestartet wurde, ist nur der erste Schritt in einer langen Verwaltungskette.

Der nächste Schritt, der heute bereits schon auf den Weg gebracht sein sollte ist das NIBV (Nicht förmliche Interessenbekundensverfahren). Hier passiert im Prinzip nicht anderes, als dass alle in Frage kommenden Provider (INEXIO, Telekom, etc.) gefragt werden, ob einer dieser Anbieter auf eigene Kosten diesen Bereich ausbauen würde. Auf Grund der Tatsache, dass die Kosten (wie wir bereits wissen) zu hoch sind wird es mit großer Wahrscheinlichkeit keine positive Rückmeldung geben. Ein Ergebnis der NIBV wird Anfang Q1 2011 erwartet.

Als nächster Schritt wird beim Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft die Förderfähigkeit angefragt. Eine positive Rückmeldung von diesem Ministerium ist zu erwarten wenn kein Provider auf eigene Kosten ausbauen möchte und keine Alternativen wie UMTS oder LTE die flächendeckend min. 1 MBit/s bieten, gegeben sind. Sollte der Förderung zugestimmt werden werden die Kosten für einen Ausbau zu 90% über das Förderprogramm abgedeckt! Ist die Förderung genehmigt, könnte es ganz schnell gehen. Die Gemeinde wird als nächsten Schritt eine Ausschreibung an die Anbieter senden. Dort wird dann das beste Angebot rausgesucht und der Ausbau kann starten. Bis diese Dinge allerdings alle durch sind, wird es aber bis Spätsommer 2011 dauern.

Wenn nichts dazwischen kommt, das heißt, nicht noch ein Mobilfunkanbieter plötzlich einen LTE oder UMTS Sender in Oberleuken aufstellt, könnte Oberleuken 2012 endlich an ein schnelles Internet angeschlossen sein.